Aktuelles


Autorenlesung und Gespräch

Rongfen WANG liest aus ihrem neuen Roman "Steinway"

 

Anschließend an die Lesung geht es im Gespräch mit dem Direktor des China Centrum Tübingen Helwig Schmidt-Glintzer um die Bezüge der politischen Entwicklung der Volksrepublik China zu den persönlichen Erfahrungen der chinesischen Autorin.

Rongfen Wang, 1945 in China geboren, studierte Germanistik in Beijing und war zwischen 1966 un 1979 in U-Haft und im Arbeitslager. 1980 bis 1988 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin, später Professorin an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, seit 1989 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Zuletzt erschien Trilogie der Matriarcha (2017).

Zum Buch: Erzählt wird die Geschichte einer Orchestermusikerin, die erst zur geliebten Mao Zedongs wurde, dann jahrelang ohne Anklage oder Urteil in Untersuchungshaft saß. Ihre auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte erzählt von der massenhaften Verrohung, der innerlichen Verelendung und den zahllosen Toten der Chinesischen Kulturrevolution. Und sie handelt doch mindestens genauso sehr von Zusammenhalt und Solidarität, die keine leeren Losungen der revolutionären Kader bleiben, sondern eine menschliche Eigenschaft benennen, die auch durch die widrigsten Umstände nicht gebrochen werden kann. Der Roman ist 2022 bei Matthes & Seitz Berlin erschienen.

 

 

Wann: 29. November 2022, 20 Uhr

Wo: Buchhandlung RosaLux

Eintritt: frei

 

Bild und Textquelle: China Centrum Tübingen


Literatur am Donnerstag

Wir lesen den Roman "Meister und Margarita" von Michail Afanassjewitsch Bulgakow in der Neuübersetzung von Alexandra Berlina (Anaconda Verlag) vor.

 

Der nächste Termin ist am Donnerstag, den 17. November, 18.15 h

 

 

Moskau zu Beginn der 1930er-Jahre: Der Teufel sucht die Stadt heim und stürzt ihre Bewohner mit tatkräftiger Unterstützung seiner Zauberlehrlinge in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung. Es ist die verdiente Strafe für Heuchelei, Korruption und Mittelmaß. Doch zwei Gerechte genießen Satans Sympathie: der im Irrenhaus sitzende Schriftsteller, genannt 'Meister', und Margarita, dessen einstige Geliebte. Bulgakows Gesellschaftssatire aus der Sowjetzeit ist ein faustisch-fantastisches Meisterwerk.

 


Michail Bulgakow wurde am 15. Mai 1891 in Kiew geboren und starb am 10. März 1940 in Moskau. Nach einem Medizinstudium arbeitete er zunächst als Landarzt und zog dann nach Moskau, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er gilt als einer der größten russischen Satiriker und hatte zeitlebens unter der stalinistischen Zensur zu leiden. Seine zahlreichen Dramen durften nicht aufgeführt werden, seine bedeutendsten Prosawerke konnten erst nach seinem Tod veröffentlicht werden.

 

Text- und Bildquelle: randomhouse.de


Im Archiv finden Sie Veranstaltungen der Buchhandlung RosaLux der Vergangenheit.