Montag, den 24. April 2017:

Veranstaltung mit dem Moby-Dick Übersetzer Friedhelm Rathjen

 

Friedhelm Rathjen studierte Publizistik, Germanistik und Anglistik und begann 1983 hauptberuflich als Literaturkritiker zu arbeiten. Seit 1989 ist Rathjen zudem literarischer Übersetzer. Er hat unter anderem Werke von Jonathan Ames, Christopher Buckley, Anthony Burgess, Richard Jefferies, James Joyce, Herman Melville, Thomas Murphy, Charles Olson, Gertrude Stein, Robert Louis Stevenson, Edward Thomas, Mark Twain sowie der Entdeckungsreisenden Lewis und Clark ins Deutsche übertragen.

 

Rathjens Übersetzung von Herman Melvilles Roman Moby-Dick, die zunächst im Hanser Verlag erscheinen sollte, löste eine medial beachtete Kontroverse aus, als der Verlag sich nach einem Herausgeberwechsel entschied, die Übersetzung durch Matthias Jendis bearbeiten zu lassen. Dessen Veränderungen waren so umfangreich, dass Rathjen die Bearbeitung nicht unter seinem Namen veröffentlicht sehen wollte und dem Verlag vorschlug, ihm die Rechte an seiner Übersetzung zurückzugeben und die Bearbeitung unter Jendis' Namen zu publizieren. Sie erschien 2001 im Hanser Verlag, während Rathjens ursprüngliche Moby-Dick-Übersetzung 2004 bei Zweitausendeins veröffentlicht wurde.

Textquelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Friedhelm_Rathjen&oldid=160203495

 

 


Dienstag, der 7. März 2017:

Lesung Tübinger Jugendlicher

 

Schreibbegeisterte Tübinger Jugendliche des Wildermuth Gymnasiums lasen aus ihren Texten vor.


Mittwoch,  den 25. Januar 2017: Vortrag und Diskussion

 

Warum Hannah Arendt? - Über die Aktualität Ihrer politischen Theorie

Vortrag und Diskussion mit: Prof. Michael Weingarten, Hannah-Arendt-Institut Stuttgart

Moderation: Wolfgang Raiser

 

Hannah Arendt wird immer wieder zitiert. Ihre politische Theorie war prägend für die Grünen. Was bietet diese politische Denkerin und warum sind ihre Texte heute noch aktuell? Sie prägte grünes Denken mit ihrem Postulat, dass die Pluralität des Menschen Basis von Politik sein muss. Und in ihrer Untersuchung aus den 1950iger Jahren nahm sie den heutigen Populismus  schon vorweg. Sie beschrieb, dass die moderne Gesellschaft ein Gefühl des Überflüssigseins erzeugt und viele Menschen sich in den politischen Parteien nicht integriert sähen.  Vielleicht ist alles nicht neu, was wir heute als politische Realität wahrnehmen. Ein Blick von oben, von der Warte einer politische Theorie ist oft ganz hilfreich.

Prof. Michael Weingarten vom Hannah Arendt Institut in Stuttgart wird spannende Einblicke in ihr Denken geben.


Mittwoch, den 26. Oktober 2016: Autorenlesung

 

Isabelle Lehn: Binde zwei Vögel zusammen

 

„Binde zwei Vögel zusammen ist nicht nur ein sensibel konstruiertes Stück Literatur, sondern auch spannende Zeitdiagnose.“

Lisa Brünig, WDR 5 Bücher – Autoren im Gespräch, 17.09.2016

 

"Aladdin betreibt das Café am Dorfausgang, aber er hat nur einen einzigen Gast. Konvois und Soldaten sind in den staubigen Straßen, die Häuser haben keine Schlösser, und Aladdin ist schon mehrere Male gestorben. Aladdin heißt eigentlich Albert und ist Statist in einem bayerischen Trainingscamp für Afghanistansoldaten. Aber ist Albert nicht eigentlich Aladdin? Albert wird sich immer unsicherer und schon bald ist nicht mehr klar, was Spiel ist und was Ernst –die afghanische Ehefrau, die Blendgranaten, der Sack über dem Kopf? Isabelle Lehn lässt uns in BINDE ZWEI VÖGEL ZUSAMMEN die Verunsicherung durch Medien und Weltgeschehen spüren. Und vielleicht sind wir alle irgendwie Albert, im deutschen Niemandsland zwischen Krieg und Inszenierung."


Quelle und weitere Informationen: Verlag Bastei Lübbe .


Donnerstag, den 9. Juni 2016: Buchvorstellung

 

Stefano D’Arrigo: Horcynus Orca

 Dr. Karin Diehl und Michael Raffel stellen das epochale Jahrhundertwerk vor.

  

„Zu entdecken: Ein vergessenes Meisterwerk, eine moderne Odyssee, ein grandioses Meeres-Epos: Die Landschaften um die Straße von Messina bilden die Brücke zwischen den Mythen der Antike und der Gegenwart. Hier, zwischen Skylla und Charybdis, hörte Odysseus den Gesang der Sirenen. An genau diesen Ort, sein Zuhause, strebt der Held von Stefano D'Arrigos Meisterwerk ›Horcynus Orca‹, dem letzten großen unentdeckten Roman der Moderne, der nur mit Joyce, Kafka, Musil, Proust zu vergleichen ist. D'Arrigo bannt diese ganze Welt in nur vier Tage: Ein 1943 nach dem Zusammenbruch der Marine heimkehrender Matrose erfährt, was der Krieg aus seinen Menschen gemacht hat. Eine geheimnisvolle Frau hilft dem Fischer ohne Boot über die Meerenge, aber er muss erfahren, dass jede Heimkehr vergeblich ist, wenn der Tod das Ruder führt.

Vierzig Jahre nach dem Erscheinen ist es Moshe Kahn gelungen, den lange als unübersetzbar geltenden Roman zum ersten Mal in eine andere Sprache zu übertragen. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, für das sizilianische Italienisch mit seinen bildstarken und metaphernreichen Dialekten und erdigen Phonemen eine deutsche Entsprechung zu finden, die den großen Wurf des Romans, seine sprachliche Finesse und seine weiten Anspielungsräume lebendig werden lässt. Eine Glanztat."
Quelle: Fischer Verlag

 

 

Stefano D’Arrigo, 1919 in Alì Marina bei Messina geboren, schloss sein Studium mit einer Arbeit über Friedrich Hölderlin ab, übersiedelte nach Rom und debütierte 1957 mit einem Gedichtband, dem Ungaretti und Gadda einen Preis zusprachen. Ab da begann er mit der Arbeit an ›Horcynus Orca‹, der nach Jahrzehnten von Um- und Überarbeitungen 1975 erschien. 1985 folgte ›La cima delle nobildonne‹, 1992 starb D’Arrigo in Rom.

 

 


Mittwoch, den 8. Juni 2016: Einladung zu einem gemütlichen Gespräch zum Thema

 

Können wir den Tod lächelnd begrüßen?


Wie geht es uns bei der Sterbebegleitung mit Humor und Lachen? Sagen wir „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ oder begleiten wir, wie wir leben, gerade auch als Angehörige mit allen Stimmungsschwankungen, die uns in außergewöhnlichen Situationen ergreifen?

 

Lassen Sie sich bei Kaffee, Tee und „petit fours“ mit uns von den Tübinger Hospizdiensten in der Buchhandlung RosaLux zu einem Gedankenaustausch verführen.

 

Vom Lachen des Epikur bis zum Lachen aus Verzweiflung gibt es „zwischen Himmel und Erde mehr zu entdecken, als unsere Schulweißheit sich träumt“.

 

Natürlich gibt es auch spannende Bücher zum Thema, aber alle Erfahrungen und Anregungen werden gerne aufgenommen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ulrike Dahmen, Diane Godard, Constanze Scholzgart

 

 

 


Samstag, den 7. Mai 2016: Kulturnacht Tübingen in der Buchhandlung RosaLux

 

18:00 - 23:00 Kunstsalon: Kunst und Raum - 4 Perspektiven

 

Ausstellung, Dichterlesung, Musikimprovisation, Sofa-Gespräche mit Gabriele Eberspächer (Zeichnung), Kerstin Risse (Fotografie), Viki Semou (Videoperformance), Sandrine Sequaris-Thies (Skulptur), Walle Sayer (Dichterlesung), Carlos A. Valenzuela (Gitarre).

 

Das RosaLux wird in der Kulturnacht zum Kunstsalon mit Werken von vier Künstlerinnen, die sich mit dem Raum beschäftigen – als Thema der Kunst, als Ziel einer Suche: konkret nach Raum für Kunst und Künstler, im philosophischen Sinn als Suche nach dem eigenen Ort. Zur bildenden Kunst gesellen sich die Dichtkunst - Lesung Sayer, 19 Uhr - und die Musik mal raumfüllend, mal als Hintergrund für Gespräche mit den Künstlerinnen auf dem Sofa.

 

 

 + + + Im Ausschank war: Absinth - La fée verte + + +

 

 

19:00 bis 20:00 "Was in die Streichholzschachtel paßte" - Feinarbeiten

 

Der bekannte Dichter Walle Sayer liest aus seinem neuen Buch - musikalische Umrahmung Carlos A. Valenzuela, Gitarre

 

Konzentrisch, mäandernd.

Eher abschweifend, denn ausschweifend.

Mehr Tummelplatz als Sammelstelle.

Ein Flickenteppich vor dem Panorama.

Ein Tropfen, der die Oberfläche bricht.

Der Ausschnitt, die Kontur, das Detail.

Kiste, Schublade, Streichholzschachtel.

Schnittpunkt, Umkreis, Augenblick.

Oder, also, ja doch, und.

 

 

 


Donnerstag, den 12. November 2015: Autorenlesung

 

Highheels & Pistolen -

Krimilesung mit zwei Mörderischen Schwestern

 

Im Rahmen unserer Veranstaltungen zum 10-jährigen Jubiläum der Buchhandlung RosaLux präsentiert sich auch die kriminelle Unterwelt des scheinbar so biederen Schwabenlandes.

 

Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, zwei der mörderischen Schwestern in unsere konspirative Buchhandlung einzuladen. Am Donnerstag, den 12. November liest Sybille Baecker aus ihrem Kriminalroman "Der Veräter" und Ulrike Wanner aus Ihrem Roman "Motherbrain" und aus "Kräuterkäs und Seelenheil" der Krimi-Anthologie "Schwabens schwarze Seele" (hrsg. von Bettina Hellwig, Wellhöfer Verlag, 2015).

 

In der Pause können wir bei einem Glas sizilianischen (!) Rotweins mit den Autorinnen ins Gespräch kommen.


 

Ein neuer rasanter Stuttgart-Thriller von der bekannten schwäbischen Krimiautorin Sybille Baecker: Der Verräter. Kirstin Schwarz ist wütend. Hilflos muss sie mit ansehen, wie eine Skinheadgruppeeinen Jugendlichen zusammenschlägt. Gegenüber der Polizei kommt kein Wort über die Lippen des jungen Flüchtlings, der sich illegal in Deutschland aufhält. Als wenig später ein syrischer Junge spurlos verschwindet, lässt das Schicksal der Kinder Kirstin keine Ruhe mehr. Sie setzt sich auf die Spur der Schläger. Doch was wie ein fremdenfeindlicher Übergriff aussah, entpuppt sich nach und nach als eine vielkompliziertere Geschichte. Aber die Polizei begegnet Kirstins Recherchen mit Argwohn – und plötzlich ist sie es, die ihre Unschuld beweisen muss …

 

Ulrike Wanner: Motherbrain Als der biologische Psychologe Oliver Varnoff bei einem Unfall ums Leben kommt, glaubt seine Schwester Jana nicht, dass es sich dabei um ein Unglück handelte. Sie wusste von seiner Arbeit mit Parkinson- und Epilepsie-Patienten, denen Hirnschrittmacher eingepflanzt wurden. Unter den Patienten hatte es in letzter Zeit eine erhöhte Rate an Todesfällen gegeben und Jana beschließt, die Wahrheit herauszufinden. Bei ihren Nachforschungen unterstützt sie der Computerfreak Sputnik. Nach und nach wird ihnen klar, wie weit die Cyborgtechnologie bereits fortgeschritten ist und was dies für Konsequenzen hat. Doch bevor Jana und Sputnik hinter die Maske ihres verstorbenen Bruders schauen können, geraten sie ins Kreuzfeuer von Forschern und Geheimdienst. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

 


Vorgelesene Literatur 2014/2015


Kafka am Donnerstag

Franz Kafka, Das Schloss

 

"Ein Buch müsse die Axt sein »für das gefrorene Meer in uns«, forderte Franz Kafka einmal – nur wenige Werke der Weltliteratur kommen diesem Motto so nahe wie der letzte der drei großen Romane des Prager Dichters: Eines Nachts gelangt der Landvermesser K. in ein Dorf, dessen Geschicke von einer geheimnisvollen Macht, dem Schloß, gelenkt werden. Er ersucht dort um eine Anstellung, die ihm jedoch verwehrt wird. Der Grund für diese Ablehnung bleibt ebenso im Dunkeln wie die Natur des ominösen Schlosses und K. beginnt einen aussichtslos scheinenden Kampf um seine Anerkennung."

 

Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat wurde in diesem Roman vorgelesen.



Samstag, den 10. Oktober 2015: Vernissage

 

Bildhauer Vitali Safronov

 

Vitali Safronov hatte in seiner Heimatstadt Omsk bereits ein Studium der Kunstpädagogik und ein Designstudium abgeschlossen, als er seine Ausbildung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart fortsetzte. Zu seinen wichtigsten akademischen Lehrern zählten dort Karl-Henning Seemann und Giuseppe Spagnulo. Seit 2003 arbeitet Safronov freischaffend.

Safronov hat früh seine eigene Formensprache gefunden. Seine Plastiken wirken filigran, fast zerbrechlich, und wenngleich sie in ihrer Grundgestalt noch immer als „Abbild“ erkennbar bleiben, wirken sie geradezu abstrakt. Mit überlangen Gliedmaßen entfalten sich „Vogel“ und „Engel“ in den ihnen zugemessenen Raum und dominieren ihn ausladend. Safronov zeigt seine Gestalten dabei in stillstehender, für einen Moment eingefrorener Bewegung und konzentriert sich auf den kurzen Augenblick, bevor sich die spannungsgeladene Energie zu lösen verspricht.

 

Ausstellungen (Auswahl): 2005 Stauferpark, Göppingen. 2006 Galerie Schwanthaler, München. 2009 Haus der Kunst, München. 2009 Grand Palais, Paris. 2009 Le Méridien, Stuttgart. 2010 Carrousel du Louvre, Paris. 2011 Kunstkeller Laichingen.

 

[Quellen: Edition Strassacker, Galerie Hegemann, vitali-safronov.strana.de]

 

 


Freitag, den 8. Mai 2015   +++Muttertags-Special+++


Renée Rauchalles:

Mir träumte meine Mutter wieder

Autorinnen und Autoren über ihre Mütter

 

"In einer literarischen Reise vom 18. Jahrhundert bis heute wird in Gedichten und Prosa einstiger und heutiger Dichterinnen und Dichter, sowie in den biografischen Texten von Renée Rauchalles spürbar, welche Freude oder welcher Schatten die Mutter für uns sein kann. Kaleidoskopartig blättern sich im Wechselspiel harmonische und weniger harmonische Beziehungsvarianten auf, die zeigen, wie vielschichtig und auch spannend das Mutter-Kind-Thema ist. Mit vielen erstveröffentlichten Texten und Fotos u.a. von: Rose Ausländer, Erika Burkart, Paul Celan, Annette von Droste-Hülshoff, Erich Fried, Gert Heidenreich, Else Lasker-Schüler, Christine Lavant, Friederike Mayröcker, Sylvia Plath, Rainer Maria Rilke, Nelly Sachs, SAID, Albert von Schirnding, Dieter Schlesak, Ilana Shmueli, Yoko Tawada, Mario Wirz." (Quelle: Homepage der Autorin)

 

Nach der Buchvorstellung durch Renée Rauchalles besteht die Gelegenheit bei einem Glas Wein oder Wasser mit der Autorin ins Gespräch zu kommen.

 



Donnerstag, den 16. April 2015


Friedrich Dönhoff:
Ein gutes Leben ist die beste Antwort
Die Geschichte des Jerry Rosenstein

 

Jerry Rosenstein, 86, ist einer, der sich nicht unterkriegen ließ, weder als Jude in Europa noch als Homosexueller in Amerika. Er hat Auschwitz überlebt – und sich später finanzielle, sexuelle und geistige Freiheit erkämpft. Mit dem 40 Jahre jüngeren Friedrich Dönhoff macht er eine Reise auf den Spuren der Vergangenheit.

 

Nach der Buchvorstellung durch Friedrich Dönhoff besteht die Gelegenheit bei einem Glas Wein oder Wasser mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.


Friedrich Dönhoff, geboren 1967 in Hamburg, ist in Kenia aufgewachsen.

Er studierte Geschichte und Politik, verfasste Biographien und schrieb den Bestseller ›Die Welt ist so, wie man sie sieht - Erinnerungen an Marion Dönhoff‹. Seit 2008 schreibt er Kriminalromane um den jungen Kommissar Sebastian Fink. Friedrich Dönhoff lebt in Hamburg.



 


Donnerstag, den 23. Oktober 2014


Autorenlesung: Christoph Poschenrieder liest aus seinem Roman
Das Sandkorn

 

Der Roman ist bei Diogenes im Frühjahr 2014 erschienen und steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2014. Christoph Poschenrieder wird daraus etwas lesen und  sich dann mit uns in einem moderierten Gespräch darüber unterhalten. Wie immer gibt es dazu ein Glas Wein oder Saft.

 

Zum Inhalt
Ein Mann streut Sand aus Süditalien auf den Straßen von Berlin aus. In Zeiten des Kriegs ist solch ein Verhalten nicht nur seltsam, sondern verdächtig. Der Kommissar, der den kuriosen Fall übernimmt, stößt unter dem Sand auf eine Geschichte von Liebe und Tabu zwischen zwei Männern und einer Frau. Ein Zeitbild von 1914, aus drei ungewöhnlichen Perspektiven.


Es sind die letzten Tage des Kaiserreichs, an der Schwelle zum Ersten Weltkrieg. Jacob Tolmeyn, Kunsthistoriker aus Berlin, befürchtet, wegen seiner Homosexualität erpresst und verfolgt zu werden, und nimmt einen Forschungsauftrag in Süditalien an, weit weg vom gefährlichen Großstadtkiez. Doch auch unter der apulischen Sonne, bei der Vermessung der staufischen Kastelle zusammen mit seinem Assistenten Beat unter der Aufsicht von Letizia, steht er bald vor demselben Problem. Muss er nun auch in Italien vor Denunzianten zittern? Zurück in Deutschland gerät er trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in die Fänge eines Berliner Kommissars - eines Spürhunds, der einer Fährte aus Sand folgt, die Tolmeyn selbst gelegt hat.

 



Vorgelesene Literatur

 

Fontane am Donnerstag

 

Theodor Fontane, Der Stechlin

 

"Der Stechlin ist Fontanes letzter großer Roman. Seine Hauptfigur, der alte Dubslav von Stechlin, trägt den gleichen Namen wie der tatsächlich existierende nahegelegene See, der stimmungsvoll in die märkische Landschaft eingebettet ist. Der Roman spielt in der Zeit seiner Niederschrift (1899). Leichthin geführte Unterhaltungen und tiefsinnige Gespräche vermitteln die Melancholie einer Spätzeit, voll Skepsis und doch versöhnlich. Die mit Sympathie gezeichnete Hauptfigur trägt Züge ihres Autors, der im Jahr nach der Veröffentlichung starb."

 

Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat lesen wir diesen Roman vor.

 

Neue Zuhörer und geübte Vorleser sind herzlich willkommen.

 

Ort: Buchhandlung RosaLux

Zeit: Donnerstag, 19.15 h.

 

Die letzten drei Lesungen waren am 3., am 17. und am 31. Juli.

 

 

 


Donnerstag, den 10. April 2014

Premierenlesung

 

Sybille Baecker liest aus ihrem neuen Kriminalroman "Mordsbrand".

 

Lesung mit Begrüßungs-Whiskey.

 

 


Freitag, den 13. Dezember 2013

Astrologie in der Kunst

von Klemens Ludwig


Leonardo, Dürer und Tizian; Andy Warhol, Salvador Dali und viele andere zeigen es: Die Astrologie war und ist eine wichtige Inspiration für die Kunst. Wird dies ignoriert, kommt es zu manch seltsamen Interpretationen. Auch Kathedralen, Taufkirchen, Glockentürme, Schlösser und Rathäuser wurden mit astrologischen Motiven ausgestattet. Die Verbindung liegt auf der Hand: Die Kunst bringt geistige Ideen ihrer Zeit zum Ausdruck. Die Astrologie macht diese Ideen erfahrbar und gibt den Menschen Orientierung bei der Suche nach ihrem Platz im Kosmos.

 

Ein Abend, der für kunsthistorisch wie astrologisch Interessierte zu einer besonderen Entdeckungsreise wurde.

 

 
Klemens Ludwig: Astrologie in der Kunst
Chiron Verlag, Postfach 1250, D-72002 Tübingen
234 Seiten, Hardcover, 80 z.T. farbige Abbildungen, € 24,90
ISBN 978-3-89997-216-0


10. Oktober 2013

Tübinger Jazz & Klassik Tage 2013

 

Das Pirnaer Streichquartett

Klassisch bis modern

Gegründet wurde das Pirnaer Streichquartett anlässlich der Pirnaer Jazznacht 2003, zu deren Abschlusskonzert ein Jazzprogramm zusammen mit dem Saxophonisten Frank Nestler für Aufsehen sorgte.

Das Quartett bestand aus ehemaligen Schülern der Musikschule Sächsische Schweiz e.V. und wird seit acht Jahren durch Aglaia Vollmann vervollständigt, die mit Uwe Ulbrich Schulmusik an der Hochschule für Musik Dresden studierte. Nach dem Studium begann sie ihr Referendariat an einem Leipziger Gymnasium. Uwe Ulbrich studiert derzeit an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig Barockvioline und unterrichtet an der Musikschule Sächsische Schweiz e.V. Zusammen mit dem Diplominformatiker Sebastian Gnoyke und Tobias Großhans, der hauptberuflich als Lokführer arbeitet, richteten sie in den letzten Jahren zahlreiche Hochzeiten, Ausstellungseröffnungen und private Feiern musikalisch aus. Es finden mehrmals jährlich größere Kammermusikkonzerte mit Werken aus unterschiedlichsten Epochen statt.

Uwe Ulbrich, Violine
Aglaia Vollmann, Violine
Sebastian Gnoyke, Viola
Tobias Großhans, Violoncello


Vorgelesene Literatur 2011 bis 2013

Miguel de Cervantes Saavedra: Don Quijote von der Mancha, 2 Bde, 1488 S.
Miguel de Cervantes Saavedra: Don Quijote von der Mancha, 2 Bde, 1488 S.

"Don Quijote am Freitag"

 

Jeder kennt den hageren, fahrenden Ritter Don Quijote von der Manche und seinen kleinen, runden und gewitzten Knappen Sancho Panza; berühmt ist des Ritters Kampf gegen Windmühlenflügel. 

Wir wollten es genauer wissen und lesen aus dem weltberühmten Roman von Miguel de Cervantes Saavedra, "Don Quijote von der Mancha" in der neuen Übersetzung von Susanne Lange (Hanser 9/2008) vor. Seit Mai 2010 lesen geübte Leser jeden 1. und jeden 3. Freitag im Monat in gemütlicher Runde vor.

 

Ort: Buchhandlung RosaLux

Zeit: 20.00h.

 

Am 3. Mai 2013 liest Karen Elisa Diehl die letzten Kapitel. Die Cervantes-Lesung ist dann zu Ende.

 

Wir werden im September ein neues Werk in Angriff nehmen.

 

 

 


14. November 2013

Werkeinführung

Ezra Pound

Die Cantos

Das Jahrhundertwerk erstmals vollständig auf Deutsch: Von der einzigartigen Pound-Spezialistin Eva Hesse übertragen und von den Literaturwissenschaftlern Heinz Ickstadt und Manfred Pfister sorgfältig ediert und kommentiert, ist diese zweisprachige Ausgabe eine publizistische Sensation.

»Ich halte die Cantos für komisch, aufregend, aufreizend, zart bis an die Grenze des Erträglichen, dogmatisch übe Maßen, herausgeschrieen, gemurmelt, geflüstert, gesungen, wahr, falsch und querköpfig, schön, hässlich, handgefertigt, zuversichtlich, widersprüchlich, am Rande des Zusammenbruchs - kurz, für ganz und gar menschlich, lebendig und relevant.«, schreibt die englische Autorin und Kritikerin Christine Brooke-Rose.

»In meinem Urteil ist Ezra Pound einer der größten Dichter, die je gelebt haben.«
Ernest Hemingway

 

 

Michael Raffel  und Dr. Karen Elisa Diehl stellen die Ausgabe der Cantos vor.

 

Einführung und Lesung in englischer und deutscher Sprache in der Buchhandlung RosaLux

am 14. November um 20.00h.

 

Eintritt frei


Lesung in Zusammenarbeit mit dem Sinologischen Seminar Tübingen

Mittwoch, den 6. November 2013

 

Die Schauspielerin Katharina Schütz liest aus den Romanen des Literaturnobelpreisträgers MoYan. Aus folgenden Romanen werden Ausschnitte gelesen:

  • Die Schnapsstadt
  • Der Überdruss
  • Die Knoblauchrevolte
  • Frösche
  • Die Kurzgeschichte „Der Jungfernflug“

Mit großem Befremden hat KATHARINA SCHÜTZ die zum Teil oberflächlichen Debatten in den Medien über seine politische Haltung verfolgt. Oft hatte sie den Eindruck, sagt sie, dem Schreibende fehle jede Kenntnis seines Werks, denn Mo Yans Texte sprechen ihrer Ansicht nach eine ganz klare Sprache, so versteckt sie auch ist. 

http://www.katharinaschuetz.de/mo-yan-der-nobelpreistrager

 

 

Ort: Buchhandlung RosaLux

Zeit: Mittwoch, den 6. November, 20:00 Uhr

Eintritt frei

 


Autorenlesung

Donnerstag, den 18. April 2013

Volker Demuth

Stille Leben

   

"Es ist der regengraue Morgen eines 3. Januar, an dem Arne, ein ehemaliger Biotech-Forscher, in Berlin das Flugzeug besteigt. Vor ihm liegt die Reise in einen anderen Kontinent, in die endgültige „Spurlosigkeit“, so hofft er. Hinter ihm liegen die Jahre seiner Ehe, vor allem aber die kurze, leidenschaftliche Beziehung zu der jungen Künstlerin Caroline. Erneut tauchen vor ihm die Bilder aus Paris, New York und Stockholm auf. So gerät er, während er noch einmal mit dem Laptop Carolines Stimme hört, immer tiefer in die Vergangenheit, in der sich glückliche und tragische Momente, Liebe und Gewalt wie in einem Kaleidoskop überlagern.

 

Mit seiner facettenreichen Sprache gelingt Volker Demuth ein scharfsinniger und intensiver Blick auf die ersten Jahre unseres Jahrhunderts, manchmal melancholisch und immer voller Lebenswissen. Dabei scheint es das Fleisch zu sein, dieser Grundstoff von coolen Körpern und zerbrechlichen Lebensentwürfen, das die letzte Schnittstelle zwischen Liebe und Sex, erregenden Bildern und dunklen Sehnsüchten bildet." http://www.volkerdemuth.de/stilleleben.html

 

 

Autorenlesung in der Buchhandlung RosaLux

Donnerstag, den 18. April 2013

20.00h.

 

Eintritt 8 € (ermäßigt 5 €)

 




Mittwoch, den 5. Dezember 2012

 

Privatsache Handtasche

Egal ob Sie sich ein sündhaft teures Designertäschchen unter den Arm klemmen und einen bunten Baumwollbeutel vom Flohmarkt über die Schulter hängen: Frauen lieben Ihre Taschen heiss und innig und hüten sie wie einen Schatz. Ein Griff in Ihre Handtasche ist selbst für enge Vertraute tabu.

Für Jean-Claude Kaufmann aber öffneten Frauen bereitwillig ihre Taschen und gewährten ihm einen exklusiven Einblick in deren Innenleben.

Dem Spezialisten in der Kunst, scheinbar banale Dinge des Alltags zum Sprechen zu bringen, offenbarten die vielen enhaltenen Zettel, Steine, Pillen, Kinderspielzeuge und Herrenbrieftaschen die Tasche als ein wesentliches Instrument der Selbsterfindung und Selbstinszenierung, Attribut der Weiblichkeit, Identitätsspiegel...ein ganzes Leben!

Der französiche Alltagskenner ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Bretagne. 

 

Lesung in der Buchhandlung RosaLux

Mittwoch, den 5. Dezember 2012

20.00h.

 

Eintritt frei


Mittwoch, den 17. Oktober 2012

Tübinger Jazz und Klassik Tage


Claudia Vorbach und Frank Eberle 


Songs from the here and now

... das sind Begegnungen aus Jazzharmonien, HipHop-ähnlichen Grooves und Latinrhythmen. Sie sind die Basis für die poetischen Texte der Sängerin Claudia Vorbach.
Die gebürtige Tübingerin, die bisher vor allem im Rock (mit ihrer Band Tupelo Dream) und Folk unterwegs war, ist in den letzten zwei Jahren intensiv Ihrer Affinität zum Jazz nachgegangen. Daraus ist dieses neue Programm an Eigenkompositionen entstanden.
Der Jazz eröffnet den Songs Räume für Dynamik, differenzierte Klangfarben und Melodiebögen und findet seinen Gegenpart in den bodenständigen Grooves, dem teilweise souligen Gesang und der Songstruktur aus dem Pop. Claudia Vorbach zeigt Gefühl und eine hohe Präsenz, erzählt Geschichten oder philosophiert sich vom Dunkel ins Licht.
Am Piano begleitet sie der überaus einfühlsame, vielseitige Jazz-Routinier Frank Eberle (u. a. SWR Bigband, Joo Kraus, Fola Dada) aus Stuttgart.

 

Frank Eberle, Piano
Claudia Vorbach, Gesang

www.myspace.com/claudiavorbach
www.frankeberle.de

Ort: Buchhandlung RosaLux

Zeit: Mi. 17. 10., 20.00 Uhr

 

Eintritt:
VVK 8,– €
AK 10,– €
VVK inkl. aller Gebühren


Donnerstag, den 4. Oktober 2012


Donnerstag, den 27. September 2012

 

Lesung (spanisch - deutsch) Rosa Ribas: En caida libre - Falsche Freundin

 

Im Rahmen der interkulturellen Woche liest die in Frankfurt lebende, spanische Autorin Rosa Ribas aus ihrem neuesten Kriminalroman "En caida libre".

Aus der deutschen Übersetzung "Falsche Freundin" wird Frau Karen Diehl lesen.

Hinterher gibt es - wie immer beim Spanischen Kultur- und Elternverein - Copas und tapas.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Zeit: 27.09. 20.00h

 


Samstag, den 12. Mai 2012: krisenFEST - 4. Tübinger Kulturnacht 2012

 

Es entführte Sie bei uns die "Fée verte" in in das Reich der Illusionen,Träume und Inspirationen ... Es wurde erstklassiger Absinth aus der Fontaine mit Point magique angeboten!

 

RosaLux bietet über den Abend drei Veranstaltungen:

 


1. Veranstaltung: Lesung und Konzert »Liebe, Tod und Lästerzungen ...«

 

Lawall und Rabenstein interpretieren den französischen Dichter François Villon

 

Texte: François Villon, Paul Zech, Rabenstein
Musik: Georg Lawall, Rezitation: Rabenstein

 

François Villons Lieder und Balladen sind die Klassiker der französischen Dichtung des Mittelalters, voller Leben, Liebe und Hass, Hoffnung und Tod. Georg Lawall erhielt für seine Musik mit der Gruppe OREXIS den Deutschen Schallplattenpreis und wurde zum Künstler des Jahres gekürt. Für das Villonprogramm spielt er Musik des ›Beethovens der Gitarre‹, Fernando Sor, und eigene Werke; Rabenstein rezitiert eigene Übersetzungen und die klassischen von Paul Zech.

 

 

 

2. Veranstaltung:  WortSport im Vierminutentakt

 

SchreibFest durch die Krise

Heiße Luft oder handfester Inhalt? Schreiben oder schwafeln? Wir drei Autorinnen stellen uns dem Publikum mit Texten – kurz, knackig, krisenfest. Im VierMinutenTakt spuckt der Kuli Kurzprosa aus. Die steht oder fällt durch. So einfach ist das bei uns.
Vorbeikommen, zuhören, mitmachen, lachen, selbst versuchen, Themen vorgeben – WORTSPORT treiben. Eleonore Wittke, Evelyne Okonnek und Heidemarie Köhler wollen Sie anstiften, ein Experiment zu wagen.

 

 

3. Veranstaltung:   Mitternächtliches Kurzkrimi-Dinner


Tödliche Häppchen um Mitternacht

 
... serviert von Autorinnen und Autoren aus der Region
 
Wer um Mitternacht noch ein wenig Appetit hat, wird hier bedient. Zur Geisterstunde präsentieren Tübinger Autorinnen und Autoren in kurzen Episoden ihre mörderische Kochkunst. Serviert werden die »Tödlichen Häppchen« von Ulrike Wanner, Michael Wanner und Sybille Baecker.
Internet: www.storystore.de & www.lesezeit-sk-baecker.de

 

Eine FM-Anlage für Hörgeschädigte stand zur Verfügung.